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Erlebnisberichte 12/14
November 2007
Der fröhliche Weinberg
Aufzeichnung am 13.07.2007 in Besigheim
Mein Weg nach Besigheim beginnt um ca. 6 Uhr morgens, als ich ins Auto steige und mich erst einmal auf den Weg zum Hauptbahnhof in Bonn mache, um meine Mitfahrerin dort abzuholen. Gut gelaunt machen wir uns auf den Weg nach Besigheim und auch das Wetter meint es gut mit uns, wir fahren durch den frühmorgendlichen Sonnenschein. Nach einigen Pausen und ein paar Hundert Kilometern kommen wir gegen Mittag in Besigheim an. Erstmal einen Parkplatz suchen, was sich in dieser kleinen Stadt als gar nicht so einfach herausstellt. Am Ende parken wir am Park&Ride-Parkplatz am Bahnhof.
Nachdem ich noch dreimal was im Auto vergesse und immer wieder nach einigen Metern zurücklaufen muss, machen wir uns endlich auf den Weg zum Marktplatz. Ein recht kleiner, überschaubarer, aber sehr schöner Marktplatz, der ein bisschen etwas märchenartigen Charakter hat. An einigen Tischen sitzen bereits uns bekannte Fans und haben das Glück, dass uns Plätze am Tisch direkt vor der Bühne freigehalten worden sind. Etwas erschöpft von der Fahrt lasse ich mich auf den freien Stuhl fallen und schaue Richtung Himmel. Die Sonne brennt ganz schön, es ist wirklich unerwartet heiß – und nicht wirklich Schatten in Sicht. Nach wenigen Augenblicken ist mir fast schon zu heiß, aber auch das muss nun ausgehalten werden.
Foto: Julia Mühlens
Es dauert nicht lange, bis Daniel auftaucht und ebenfalls in Richtung Bühne schlendert. Er blickt sich um und grüsst die anwesenden Fans. Ich freue mich, dass dies so
locker abläuft. Ein paar ältere Leute bekommen von Daniel ein Autogramm. Kurze Zeit später soll die Probe sein. Der Moderator kündigt seine Gäste an und auch Daniel hat einen Durchlauf in dieser Probe. Zuerst singt er "Born in Bavaria", bei welchem er sich auch ins Publikum bewegt und sich direkt auf unseren Tisch draufsetzt. Anschließend folgt "Fly me to the moon" mit vielen Tanzeinlagen von Daniel. Das scheint ein vielversprechender Tag zu werden... Die anderen Künstler, u.a. Roberto Blanco, von denen keine Fans vor Ort sind (zumindest habe ich keine gesehen), werden von uns nett beklatscht, aber ein bisschen Euphorie schwingt nur bei Daniel mit.
Nach der Probe wird uns gesagt, dass am Nachmittag die Generalprobe stattfinden soll. Später kommt jemand von der Produktion zu uns und weist uns darauf hin, dass die Tische, an denen wir sitzen, für die Aufzeichnung am Abend reserviert sind. Leider gibt es daran nichts zu rütteln, aber zumindest für die Generalprobe dürfen wir an unserem Tisch sitzen bleiben. Sowieso heisst es sitzen bleiben und einfach warten. Zum Glück versorgt uns das Café nebenan mit Getränken und zwischendurch laufen wir mal ein wenig durch Besigheim auf der Suche nach etwas zu Essen. Wir konnten ja nicht ahnen, dass in dieser kleinen Stadt selbst die Bäckerei zur Mittagszeit geschlossen hat. Also wieder zurück zum Marktplatz und zu den anderen. Ein wenig später machen wir uns erneut auf den Weg. Nun können wir zwar etwas kaufen, aber durch die Hitze ist mir jeglicher Appetit vergangen. So kaufe ich mir nur eine Flasche Wasser und auf dem Weg zurück zum Marktplatz stolpern wir in einer Seitengasse über Daniels geparktes Auto.
Eine gute Wahl, so nah am Marktplatz geparkt zu haben, wie sich (viel) später noch herausstellen sollte. Der Marktplatz ist mittlerweile voller schaulustiger, überwiegend älterer Menschen besetzt, die an den Biertischgarnituren sitzen und sich unterhalten. Auch hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass "der Küblböck" da ist. Zurück an unserem Platz vorne an der Bühne heisst es weiter warten, warten, warten und in der Sonne schwitzen. Irgendwann weiche ich für eine Weile an die Seite aus, wo die Biertischgarnituren im Schatten stehen. Aber diese Hitze ist immer noch besser als Kälte oder Regen. Nach weiterem endlosen Warten soll nachmittags mit Verzögerung endlich die Generalprobe beginnen. Ich verlasse den Schattenplatz, um zu meinem Platz zurückzukehren. Kurz danach kommt Daniel, bereits in dem Outfit für den Abend gekleidet, aus dem Rathaus auf den Marktplatz. Er setzt sich an einen der Tische und es dauert nicht lange, bis er von Omas, Opas und Jüngeren allen Alters umgeben ist. Um die anderen auftretenden Künstler kümmert sich keiner so recht. Daniel wird dafür umso mehr verlangt. Wir beobachten die Szene von unserem Platz aus, wollen den vielen anderen Leuten den Vortritt lassen.
Einige Zeit später geht die Generalprobe wirklich los und Daniel sitzt an seinem Platz – seitlich von mir ein paar Meter weiter weg.
 
Online-Magazin Im Endeffekt Ausgabe 14· © 2003 - 2007 danielwelt.de · Impressum · Printausgabe