Aufzeichnung der Kocharena...
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Die Jury, die erst nach dem ersten Gang vorgestellt wurde, bewertete beide Versionen des Gerichts.
Zuerst der Gastrokritiker Heinz Horrmann, dann die Chefredakteurin der Zeitschrift „Essen und trinken“ Katja Burghardt und zuletzt der Fußballmanager Reiner Calmund.
Als zweite war Erika Berger dran mit Antipasti-Frittata auf mariniertem Rucola, schlicht und einfach Rührei mit klein geschnittenem Gemüse auf Rucola-Bett.
Irgendwann zwischendurch fragte Heiko Wasser, ob denn Lucy nicht ein Lied aus ihrer Heimat singen könnte. Sie sang ein Lied aus Bulgarien, Joe Kelly danach ein irisches Volkslied. Daniel wurde dann auch angesprochen. Da die Aufzeichnung in Köln war, machte er Stimmung mit „Viva Colonia“.
Spätestens in der auch wieder folgenden Pause vor dem dritten Gang merkte man, dass jeder Promi wusste mit welchem Gang er rankommen würde. Denn Joe Kelly nutzte die ganze Pause, die eigentlich dafür war, dass das TV-Team die Küchen säuberte und für den nächsten Gang vorbereitete, dazu, um seinen Gang exakt vorzubereiten. Alle anderen Promis schauten höchstens mal vorher, wo die ganzen Zutaten genau lagen.
Als dritter war nun also Joe Kelly an der Reihe mit Zander-Weißwurst auf Prosecco-Kraut. Da in dem Warenkorb von Ralf Jakumeit die Prosecco-Dose fehlte, durfte mit Champagner gekocht werden.
Obwohl dem Profikoch das Kraut anbrannte, Erika Berger es rettete, gewann er den Gang trotzdem.
In der darauf folgenden Pause kurve Daniel dann mit meist hinter dem Rücken verschränkten Armen durch den rechten Küchenbereich und schaute sich um. Er tauchte dafür u.a. auch halb in den großen Kühlschrank.
Nach dem obligatorischen „Zufallsgenerator“ war dann Daniel der Küchenmeister.
Als Fleisch-Hauptgang sollte Zitronenhuhn mit gebratener Salbei-Polenta zubereitet werden.
Florian König fragte Daniel, während dieser kochen wollte, nach Einigem und brachte ihn irgendwie völlig aus dem Konzept, bis Daniel dann Florian König endlich aus der Küche „komplimentierte“.
Wer Daniel bei pe.tv kochen gesehen hat, weiß wie dieser mit Messern umgeht - Herr König erreichte unverletzt den
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anderen Küchenbereich. Dafür musste leider eine Packung Milch dran glauben - da in der Küche keine Schere zum Aufschneiden zu finden war, musste Daniel das Messer nehmen. Es glitt durch die Packung wie durch Butter und sofort war ein „Stück“ Milch abgeschnitten und ergoss sich über den Küchentisch und den Boden. Für Daniel mit Sternbild Jungfrau eine Katastrophe, vor allem, weil nichts zu finden war, womit man den Milchsee beseitigen konnte.
Er ließ sich aber von allen Widrigkeiten nicht hemmen und massierte und knetete die Poleta zu drei Portionen, die angebraten wurden.
Das Hühnchen wurde zuerst angebraten und sollte dann in einer Soße ziehen und den Zitronengeschmack annehmen. Zwischendurch sang er sogar noch kurz
„We have a Dream“ an. Er ließ sich beim Kochen auch
nicht davon behindern, dass er sich extrem die Hand verbrannte.
Leider fand seine Kreation nicht das Wohlwollen der Jury; sie fand, das Hühnchen sei mehrmals gestorben, nachdem es von weiter her selbst fliegen musste und würde sich im Sommer gut zum Mücken vertreiben eignen. Von Reiner Calmund erhielt Daniel einen Bonus-Punkt, weil sich sein Mahl sehr gut für dessen Diät eignen würde.
Aber was Daniel geschafft hatte: Kein anderer der Kandidaten hatte so für Belustigung gesorgt beim Kochen.
Den Nachtisch bereitete dann Barbara Eligmann zu, die sich von zu Hause extra eine Küchenmaschine mitgebracht hatte. Als letzter Gang war ein Schokoküchlein mit flüssigem Kern an Sauerkirschen gewünscht.
Da Joe Kelly von allen Promis die höchste Punktzahl erreicht hatte, tröstete ihn dies ein wenig darüber hinweg, dass der Koch bei seinem Gang gegen ihn gewonnen hatte.
Als Special zwischendurch bereitete Ralf Jakumeit „infusionierte Jacobsmuscheln“ in der Spülmaschine zu, die von einigen Zuschauern gekostet werden durften.
Highlight für uns Fans war neben Daniels humorvollen Kochversuchen, dass er nicht nur kurz während des Kochens gesungen hatte. In einer Pause sprach der Anheizer davon, dass Daniel jetzt mit einem Jazz und Blues-Programm auf Tour ist und fragte ihn, ob er nicht ein Stück singen könnte, er selbst würde dann dazu steppen. Daniel sagte auch zu und sang „Fly me to the Moon“.
Eigentlich sollte ja das TV-Team die Küchen wieder vorbereiten, aber sehr viele von ihnen standen staunend da und schauten zu Daniel, wie dieser da ohne Vorbereitung so einfach sang und das Publikum faszinierte.
Man darf gespannt sein, was in der Sendung von der „Küchenschlacht“ zu sehen sein wird.
Text: Sabine Steinert
Foto: Angelika Henneke
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