Ziemlich nervös kam ich in Mainz an. Erstmal habe ich Faniels
gesucht, gefunden, begrüsst und mich ein bisschen unterhalten,
bis kurz darauf der Einlass begonnen hat.
Unter die Vorfreude mischte sich langsam ein bisschen Angst, plötzlich
hatte ich das Gefühl, ich muss zurück. Nein, da gehe
ich nicht rein... und doch habe ich mich weiterschieben lassen
von den Leuten hinter mir, bis ich durch den Einlass war. Die
Papiertüte mit dem Geschenk für Daniel fest in der Hand.
Und zum Glück war ich ja auch nicht ganz alleine.
Dann mussten wir in der Vorhalle an einer Tür warten. Ich
weiss nicht, wieviele wir insgesamt waren, schätzungsweise
20 Personen. Der Security hatte eine Liste mit unseren Namen,
rief uns einzeln auf und wir sollten uns an die Wand entlang hintereinander
in eine Schlange stellen. Dann hieß es nochmal warten und
irgendwie habe ich mich gefragt, was ich hier eigentlich tue.
Die nächste Welle der aufsteigenden Panik habe ich dann mit
viel Vorfreude wieder unterdrückt. Ja, ich kann gar nicht
beschreiben, wie sehr ich mich gefreut habe, meine Freude war
so unendlich groß, dass für alles andere kein Platz
mehr war.
Es wurde immer später, bis zum Konzertbeginn sollten es nur
noch 20 Minuten sein und wir standen dann immer noch da. Aber
dann wurden wir durch die Türe gelassen und sollten uns direkt
hinter der Türe, in dieser Art Flur, in dem wir dann standen,
wieder in einer Reihe an der Wand entlang aufstellen, damit Daniel
zu uns kommen konnte. Links war eine Treppe, an der die ersten
von uns standen und da, wo die paar hinter mir und ich standen,
war eine offene Tür. In dem angrenzenden Raum saßen
irgendwelche Leute, auch welche von der Band.
Irgendwie dachte ich, dass Daniel über die Treppe zu uns
kommen würde. Und immer, wenn jemand runterkam, haben alle
ganz gespannt geschaut. Dann kamen Walter und Rainer von der Band
und sind in den Raum gegangen.
Plötzlich stand Daniel genau vor mir, vielleicht zwei Meter
entfernt, in der offenen Türe. Er stand da so unerwartet
und plötzlich, dass ich das Gefühl hatte, man hätte
eine Stecknadel fallen hören können. Ausser OMG
und Gestääärbt habe ich in dem Moment
auch nichts weiter an Gedanken in meinem Kopf wiederfinden können.
Und er sah so schön aus, mit roten Chucks, einer blauen Jeans
und einer schwarzen Jacke darüber. Ein ganz anderer Daniel,
wie wenn man ihn auf der Bühne sieht.
Bei ihm waren Nicole, seine Stylistin und eine andere Frau, die
ich nicht kannte. Ich glaube, das ist Chris Linke, die Pressesprecherin,
gewesen. Ich muss sagen, dass ich beide als sehr nett empfunden
habe!
Die drei sind dann noch ein Stückchen weiter gegangen in
Richtung Treppe und dann konnten wir nacheinander zu Daniel. Eine
hat ihn ziemlich zu Beginn stürmisch umarmt, da hat er das
Gesicht verzogen, weil er Schmerzen hatte und Nicole meinte, sein
Nacken tut ihm weh.
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Daniel hat auch zu einem anderen Fan noch gesagt, dass ihm sein
Nacken weh tut und hat sich öfters da die Hand hingehalten.
Dann war ich irgendwann dran. Ich habe ihm die Hand gegeben und
Hallo gesagt. Und dann habe ich ihm mein Geschenk
gegeben mit der Papiertüte, mit den Worten Da ist Kuchen
für dich drin... also bitte nicht...
Und dann wusste ich plötzlich nicht mehr, was ich sagen wollte.
Er stand vor mir, hat mich angeschaut. Und ich habe zurückgeschaut.
Er hat wohl darauf gewartet, dass ich weiterspreche, bis ich nur
noch gesagt habe: ... Bitte nicht erst in einer Woche oder
so auspacken... weil dann ist es ja nicht mehr gut...
Foto: Julia Mühlens
Er hat genickt, sich bedankt und die Papiertüte an Nicole
weitergegeben mit den Worten: Ja gut, dann in einer Woche....
Nicole musste lachen und meinte: Nein, Daniel. Eben NICHT
erst in einer Woche! Da ist doch KUCHEN drin!. Daraufhin
musste Daniel auch lachen.
Dann habe ich meine Digicam der anderen Frau gegeben, damit sie
ein Foto von uns machen kann, und mich wieder zu Daniel gestellt.
Er hat gut gerochen, aber ich kann gar nicht sagen, wonach.
Nach dem Foto habe ich mich bedankt und habe den Platz dem nächsten
überlassen. Wir sind dann auch recht schnell wieder rausgegangen,
obwohl wir noch hätten bleiben können.
In der Halle haben wir auch noch einen recht guten Platz bekommen.
Mit ein bisschen Verspätung hat das Konzert kurze Zeit später
angefangen.
Meine Mutter, die kein Faniel ist, war auch dabei und ich war
gespannt, was sie dannach sagen würde (ich hatte ihr die
Karte geschenkt).
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