Keine 24 Stunden nach dem Ende des grandiosen
Erlebnisses in Filderstadt befinde ich mich schon wieder vor einer
Konzerthalle – diesmal in Mainz. Ein bisschen kommt es mir vor,
als sei ich selbst auf Tournee, und irgendwie stimmt das ja auch.
Die Mainzer Lokalität steht zwar äußerlich näher
an dem, was ich unter einer optimalen Konzertlocation verstehe,
aber dennoch kann sie mich nicht wirklich überzeugen. Liegt
es daran, dass ich schon längst übersättigt bin von
den Eindrücken dieses Wochenendes? Oder spüre ich schon,
dass Mainz nicht im Ansatz an das heranreichen kann, was ich erst
24 Stunden zuvor in Filderstadt erlebte? Filderstadt war so reich
an Emotionen, an dem Austausch zwischen Künstler und Publikum,
so viele Energien sprühten von der Bühne in den Saal und
wieder zurück
nun, an Energien wird auch in Mainz kein
Mangel herrschen.
Ich verbringe die Zeit vor Konzertbeginn nicht in der Halle,
sondern im Vorraum. Rauchend und abwartend. Nutze die Gelegenheit,
mich ein wenig mit meinen Mitfaniels zu unterhalten, freue mich
über liebe Gesichter, die ich gestern in Filderstadt nicht
gesehen hatte und kann es irgendwie überhaupt nicht fassen,
dass dieses jetzt das letzte Konzert der Daniable-Tour sein soll,
und dass morgen früh der danielfreie Alltag auf mich lauert.
Viel zu schnell geht die Zeit vorbei, und ich habe seltsamerweise
so gar keine Lust, mich in die Halle zu begeben
aber es
hilft ja nix
denn dann
ja dann beginnt das Konzert
.
Daniel ist präsent wie eh und je.
Diesmal wird er angekündigt durch Walter von Starmix.
Mir fallen Parallelen auf zu Daniels Vorstellung der Band in Filderstadt.
Irgendwas ist zwischen denen, die Harmonie fehlt irgendwie
In Filderstadt hat sich Daniel auch bei seinem Vater bedankt und
bei der gesamten Küblböck-Familie, die ja so sehr
hinter ihm steht.