Wir, 5 Faniels
aus dem Münsterland, fahren nach Hamburg - voller Vorfreude,
noch haben wir alles vor uns. Das Wetter, es läßt zu
wünschen übrig. Es ist griesgrimmelig und beeinträchtigt
das Kultanstehen, denn unter der Markthalle lockt ein Antikmarkt
mit Café. Gut beschirmt trudelt auch Daniel ein.
Ich bin voller Vorfreude, denn heute treffe ich Daniel persönlich.
Ca. 200 Meet&Greets wird Daniel insgesamt auf der Tour absolvieren.
Mein Meet&Greet ist sehr schön. Daniel schenkt mir ein
Lächeln.Das freut mich sehr. Ich kann kurz mit ihm sprechen
und bin sehr zufrieden. Ich merke, daß er erkältet
ist.
Der Saal ist gut gefüllt. Kamerateams filmen. Für das
ZDF grüßt Daniel ein sehr krankes Mädchen. Nach
verhaltenem Anfang hat sich Daniel bald warm gesungen. Er macht
auf Party, obwohl er eigentlich krank ist. Er erfreut sich am Publikum
und dirigiert es. Er fordert die rechte Seite, die linke Seite und
die Mitte, die bereitwillig jubelt, kreischt, feiert.
Wir sehen zum ersten Mal das in Nürnberg gedrehte Video "The
Beast In Me" und anschließend gibt Daniel sein neues
Stück live zum Besten.Das Video wird auf allen 7 Konzerten
gezeigt werden. Es gefällt mir sehr.
Was ein paar Tage später zu Files von diesem Video auf der
offiziellen HP steht, gefällt mir weniger.
Bei 99 Luftballons passiert Daniel etwas Unerwartetes.
Er läßt das Mikro fallen, geht raus. Die Band schaut
ihm fragend hinterher.
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Gott sei Dank, wird er sofort von Nicole,
seiner Stylistin, in Empfang genommen. Ein paar Minuten später
kehrt er, wohl medizinisch versorgt, auf die Bühne zurück
und setzt sein Programm fort als wäre nichts gewesen.
Am Schluß des Konzerts übt Daniel mit seinen Fans einen
Gospelchor. In Hamburg klappt das noch nicht so gut. Der Tourauftakt
ist dennoch gelungen. Hamburg, geht es euch gut? Ja,
gut gelaunt verlassen wir die Markthalle nach mehr als 2 Stunden
Konzert.
Am nächsten Tag geht es von der Elbe an die Spree. Auch
eine Radarfalle hält uns nicht auf. In Berlin scheint zunächst
die Sonne aber in der Nacht wird es dann -7° kalt. Diesmal
ist ein kleiner Saal angemietet, der von mehreren Hundert Besuchern
gefüllt wird. Die Besucherzahl der Daniabletour liegt zwischen
knapp 500 und 1.800 Zuschauern je Konzert.
Wir frieren vor der Halle. Gegenüber liegt der Flughafen
Tempelhof, eine öde Gegend. Es ist kurz vor 18.00h, aber
der Einlaß verzögert sich, weil SAT1 mit Peer Kusmagk
uns vor dem Eingang filmt. Peer Kusmagk übt 4 mal hintereinander
4 Treppenstufen hoch zu gehen, sich in die Menge zu stellen und
so zu tun, als ob er uns interviewt. Aber er fragt und sagt nichts.
Das Mikro ist tot. Es wird eine Verarsche für sein Frühstücksfernsehen.
Der Programmablauf des Konzerts wird auch von Peer Kusmagk gestört,
der mit Daniel quasi als Zugabe You Drive Me Crazy
singt. Unsere Stimmung ist aber gut. Daniel ist in Berlin noch
etwas stärker erkältet. Doch er absolviert wirklich
tapfer sein Programm. Er singt Hey, hey und verzaubert
uns damit.
Von der Spree geht es jetzt wieder an die Elbe, diesmal aber nach
Dresden. Die Straße vor der Konzerthalle ist aufgerissen.
Die nähere Umgebung ist rott, verfallen und wirkt trostlos.
In der Halle werden wir dann aber angenehm überrascht. Innen
ist alles modern und ordentlich. Als das Konzert anfängt,
hat sich der Saal dann auch noch tüchtig gefüllt und
Daniels Erkältung ist kaum noch spürbar. Ob er deshalb
seinen Kamilientee in die Menge schüttet? Er hebt sein T-Shirt
hoch und fragt: Wollt ihr mehr? Einem Faniel aus der johlenden
Menge, die mehr will, ruft er zu: Sie Sau!
Daniel kreischt und versucht seinen Gesang etwas rockiger rüberkommen
zu lassen, andere Stimmbänder würden sicher versagen,
doch seine Stimme hält. Zum Schluß gibt es wie in Hamburg
und Berlin den Gospelchor. Und tatsächlich klappt es hier
mit "Oh Happy Day" schon wesentlich besser.
Wir treffen noch sehr liebe Sachsenfaniels, die unserer 5er-Gruppe
auch eine geniale Unterkunft besorgt haben. Und was trinken Faniels
nach dem Dresdenkonzi zum Frühstück? Das neue Kultgetränk:
Kamillentee!
Ich fasse es nicht und bleibe bei Kaffee.
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