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Daniable 7/18
Juli 2005
Berlin
Meet & Greet und Konzi Berlin am 19. März 2005

Wir stehen in einem langen Flur hinter der Bühne, etwa 10 Leute. Daniel ist in einem Raum am Ende des Flurs, und durch die Glasfront können wir ihn schon sehen. Irgendwie ist das doch aufregend, bis jetzt war ich die Ruhe selbst.
Wir stehen in Zweierreihen, hinter mir Bettina mit ihrem Sohn, der auch ein M&G gewonnen hat und schon ganz aufgeregt ist. Der sehr nette Securitymann holt den kleinen Carlos nach vorne, damit er nicht so lange warten muss.
Die Reihe wird immer kleiner und endlich bin ich dran. Die Stylistin nimmt meinen Fotoapparat, um später ein Bild zu machen, und Daniel kommt lächelnd zwei Schritte auf mich zu.
Ich finde, er sieht krank aus, hat glasige Augen, und ein bisschen eingefallen wirkt er auch. Ich widerstehe der Versuchung, meine Hand auf seine Stirn zu legen und wie bei Kindern die Temperatur zu fühlen.
Die ganze Zeit hatte ich einen Stift in der Hand, jetzt ist der weg, einfach verschwunden im Bermudadreieck Handtasche. Zum Glück sehe ich in Daniels Hand einen dicken fetten Edding.
Ich erkläre ihm, dass ich ein Autogramm für eine Freundin möchte und fange gleich an zu buchstabieren, Daniel lächelt irritiert, vielleicht nuschele ich ja? Ich wiederhole mein Anliegen und Daniel unterschreibt auf einem Foto, das ich mitgebracht habe. Was auch immer ich vor mich hin buchstabiert habe, Daniel ignoriert es sowieso. Ich bekomme ein universelles, auf alle Namen mit dem Anfangsbuchstaben A passendes Autogramm.
Danach wird noch ein Foto gemacht, und Daniels Kopf kommt meinem nahe genug, um mir Schweißausbrüche zu verursachen. Das liegt weniger an seiner Person, als an der Tatsache, dass er wohl tatsächlich Fieber hat und ziemliche Hitze verströmt.
Jetzt wird es auch noch hektisch, die Band hat bereits YDMC angestimmt und ich gehe direkt in den Kon-zertsaal.

Den Fotoapparat nimmt mir keiner ab, und da ich mich ganz hinten hinstelle, wo ich erwartungsgemäß nichts sehe, mache ich ein paar schöne Bilder von anderer Leute Hinterköpfe.
Foto: Susanne Fessl Zumindest habe ich ein Stück Videoleinwand gut im Blick, und als Daniel auf die Bühne kommt, bin ich baff erstaunt über die Diskrepanz zwischen dem kranken Jungen hinter und dem Energiebündel auf der Bühne. Er tanzt, er tobt, er reißt sich das Hemd vom Leib und natürlich singt er auch ... und wie!
Auf jedem Konzert frage ich mich, warum ihm bei soviel Bewegung nie die Luft wegbleibt. Jetzt, da ich glaube zu wissen, dass er schwer erkältet ist, bin ich erst Recht vol-ler Bewunderung. Einmal, als er sich ans Publikum wen-det, muss er husten, und überhaupt klingt seine Stimme beim Sprechen etwas heiser, beim Singen ist davon nichts zu merken. Daniel ist ganz Profi und das Konzert gefällt mir gut.
Wieder einmal bin ich mir ganz sicher, dass aus Daniel mal ein ganz großer Star wird. Für mich ist er das eigentlich heute schon.

Foto und Text: Susanne Fessl


Foto: Volker Weßling

Daniable 2005:
Das waren Begeisterung und Emotionen, aber auch Gerüchte, Streit und Intrigen. Vor allem aber auch ein Daniel, der kämpft und sich auf der Bühne fast zerreißt.
4.300 km sind zurückgelegt. Wir haben die großen Flüsse Deutschlands gesehen und sieben Mal ein tolle Show, jedes Mal ein wenig anders. Das Leben fließt.

Foto und Text: Volker Weßling


 
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