Band „Starlight“ im Interview
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Das ist auch wieder gut, ist so, wie jeder anders empfindet, empfindlich ist. Er schafft’s immer wieder, irgendwie noch die Kurve zu kriegen. Es kommt dann immer wieder drauf an, was für ein Mensch man ist, wie empfindlich, er weiß wie weit er gehen kann und er macht es mit der Mimik und der Tonlage. Er sagt dann Sachen, die wir uns gar nicht trauen würden, aber bei ihm fassen die Menschen es durchaus auch positiv auf. Manchmal beweist er auch das richtige Fingerspitzengefühl und weiß, wie er’s zu tun hat.
IE: Was haltet Ihr so vom Altersdurchschnitt der Fans?
Dennis: Völlig o.k., alles dabei! Ist doch gut, was will man mehr? Es gibt doch nichts Schöneres, als eine Bandbreite von 5 bis hoch hinaus zu haben.
Bettina ist jetzt wunschlos glücklich...ich fast - und wir beenden das Interview.
Unter großem Gelächter und der Bemerkung "so schnell kann man Euch wunschlos glücklich machen" verabschieden wir uns und freuen uns auf den Abend, das Konzert... Ob wir noch auf die ASP kommen? - Ja, natürlich! Daniel tauchte "zufällig" auf und so konnte unsere Redaktionsfotografin noch ein Bild mit Daniel, Dennis und Jürgen "schießen".
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Wie die Reihenfolge auf dem Bild ist, könnt Ihr dann raten...
Persönliche Bemerkung: Ich hatte es teilweise recht schwer, mich während des Gespräches vollkommen einzulassen, da Daniel immer um uns rum wuselte und lachte und scherzte. Auch bei der Aufnahme ist dieser Mann zu hören, was natürlich das Abhören und Aufschreiben erheblich erschwert… sehr süß…:) - im positiven Sinn!
Text: Bettina Lietz und Bettina Kathage
Fotos: Bettina Lietz |
Da Raoul leider beim Konzert in Eging am See nicht beim Bandinterview dabei sein konnte, habe ich mit ihm ein Telefoninterview vereinbart.
Beim ersten Anruf wollte er eigentlich spontan gleich unsere Fragen beantworten, so dass ich ihm die erste auch stellte:
IE: Ist Daniel auf Dich zugekommen wegen der Zusammenarbeit, oder hast du ihn angesprochen?
Raoul: Nein, das war ganz anders. Mein Freund, der Bassist Willy Wagner, hat mich gefragt, ob ich einspringen würde, weil er nicht konnte
Dann entschlossen wir uns, die anderen Fragen an einem anderen Tag durchzugehen. Am 10. März sprachen wir wieder miteinander:
IE: Hallo Raoul, ich rufe noch mal an, um Dir die angekündigten Fragen zu stellen im Namen der IE, Daniels Fanzeitschrift. Geht das jetzt bei Dir?
Raoul: Ich bin gerade jetzt in einem Internetcafe, aber ja, hmm, machen wirs.
IE: Ja, dankeschön. Eine Frage hast Du ja schon letzte Woche beantwortet. Dann wäre die nächste Frage folgende: Wie bist Du überhaupt auf die Idee gekommen nach Deutschland zu gehen?
Raoul: Ja, well.... Are you ready?
IE: Ja.
Raoul: So einfach war das nicht, dass ich gesagt hab, ich will nach Deutschland. Das war eher so, dass ich in New York als Studiomusiker gearbeitet habe, in einem Studio, unter anderem mit Igor, einem russischen Keyboarder, und dadurch, dass er Europäer war, hatte er Connections nach Europa und Leute, die von Europa kamen, sind zu ihm ins Studio gekommen. Und es war eine Band aus der |
Schweiz, die einen Bassisten gesucht hat, der sich auskannte mit ihrer Stilrichtung, so…Jazz und Soul, Funk und überhaupt so eine esoterische Art von Jazz, europäischer, modaler Jazz. Und der Igor wusste, dass ich das kannte und er hat mich angerufen. Ich hab zuerst gedacht, er macht einen Scherz, weil das war genau das, was ich gesucht habe in der Zeit. Ich hab mit diesen Leuten gespielt und dann bin ich in die Schweiz gegangen. Dort war ich auch Dozent auf der Jazzschule in Luzern für ein paar Jahre. Da hab ich sehr viele Studio- und Fernsehsachen gemacht. Und dadurch hab ich Conny Plank kennen gelernt, einen Produzenten hier aus Deutschland, eine Legende (1940 bis 1987, Anm. d. Red.), der hat damals David Bowie, Kraftwerk und solche Leute mitproduziert. Der hat von mir gehört und lud mich ins Studio ein, eine Platte von der damaligen "Deutsch-Amerikanischen Freundschaft zu machen und mitzukomponieren und das hab ich gemacht und quasi dadurch bin ich in der deutschen Szene gelandet. Und dann hab ich viele der damals "Neue Deutsche-Welle"-Sachen eingespielt, sogar mit den Toten Hosen gearbeitet, und….ja wahnsinnig viel "Neue-Deutsche-Welle"-Sachen gemacht. Teilweise wurde mein Name nicht erwähnt, weil viele der Bassisten damals konnten gar nicht so toll spielen oder hatten einfach keine Studioerfahrung. Dann hab ich das eben gemacht und dann kam der Name von dem drauf. Aber ich will nicht erwähnen, von wem. [Lacht laut los. Ich lache mit.]
IE: Ja, ok, das versteh ich.
Raoul: Das ist immer so ein Arbeitsgeheimnis, weißt Du?!
Fortsetzung
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