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Lustiges & Satire 2/4
Februar 2009
Daniel of the Rings - Die Gefährten
Partner.
Thomas G: Hä? Naja, okay. Und wie schon erwähnt, befindet sich auch ein Magier aus dem ältesten Rat der Weisen unter uns, der sich bereit erklärt, die Gruppe zum Schicksalsberg zu führen. Ich begrüße hochachtungsvoll Dieter, den Weisen...
Dieter: Is ja gut. Ihr braucht nicht alle wegen mir zu klatschen und euch zu erheben. Bleibt mal locker. Aber sach ma, ey. Gibts hier eigentlich was zum Schlucken. Meine Kehle ist sowas von trocken. Und was soll das Ganze hier überhaupt. Wird das ´n Casting?
Thomas G: Ich habe doch eben alles erklärt. Vielleicht hättest du mir zuhören sollen, anstatt die Elbinnen bei ihren sportlichen Betätigungen zu beobachten.
Dieter: Hehe. Das hat Naddel auch immer zu mir gesagt. Da hab ich sie dann mal losgeschickt, Kippen anner Tanke zu holen. Da war dann zumindest mal für fünf Minuten Ruhe. Aber gut, dann mach ma weiter.
Thomas G: Okay. Damit hätten wir die vorläufige Dreier-Gruppe zusammen, die diese gefährliche Mission bestreiten wird. Unterwegs wird kurz vor den Grenzen des Düsterwalds noch ein weiterer Helfer zu euch stoßen. Jetzt müssen wir noch klären, wer von euch den Ring während der Reise an sich nimmt. Da der Ring versucht, von seinem Träger Besitz zu ergreifen, ist das keine leichte Bürde. Und ich würde vorschlagen, dass der Magier den Ring an sich nimmt.
Dieter: Was? Ich soll dieses billige Ding mit mir rumschleppen. Du hast wohl nicht mehr alle Latten am Zaun. Wieviel Karat hatten das Teil überhaupt. Also ne, lass mal. Ich weiß noch, wie Verona mir so nen Ring anstecken wollte und kurze Zeit später war ich ein paar Milliönchen ärmer. Aber wenn du da vielleicht "Nora" eingravieren könntest, wüsste ich jemanden, der sich das Ding umhängt und ihn für uns trägt. Und wenn der Ring Besitz von ihm ergreift...who cares.
Thomas G: Nun gut. Dann würde Marcel diesen Job vielleicht übernehmen.
Marcel RR: Weißt du, Thomas. Ich bin kein großer Freund materieller Dinge und glaube, sie zerstören die Kultur unseres schönen Landes. Ich würde lieber niveauvollere Aufgaben übernehmen, als das kommerzielle Aushänge-schild dieser Gruppe dar zu stellen.
Thomas G: Tja. Dann bleibt wohl nur noch Bruce übrig.
Bruce D: Sorry, Thommy. But Ringe sind ein No-Go for mich. Eine Accessoire muss lebendig sein und die Menschen begeistern. Und diese Ring hat einfach...
Thomas G: Also kurz gesagt, du willst es auch nicht machen. Jungs, denkt doch bitte ans Sportstudio. Wir müssen das jetzt klären. Irgendjemand muss diesen Ring bei sich tragen.
Daniel (kramt einen kleinen Beutel aus seiner Hosentasche): Ich kann das machen. Mit Ringen kenne ich mich aus. Hab gerade ein paar neue Modelle für meinen Fanartikelshop entworfen. Wollt ihr mal sehen?
Thomas G: Interessant. Dieser Fremde hat einen ganzen Beutel voller Ringe. Er scheint ein Ringmeister zu sein.
Dieter: Und die Ringe haben sogar Initialen in einer geheimen Sprache... "Made by Küblböck".
Thomas G: Okay, Fremder. Damit scheinst du dich tatsächlich als Ringträger zu eignen. Bist du dir auch sicher, dass du diese Aufgabe übernehmen willst?
Daniel: Wenn ich die Situation richtig einschätze, habe ich momentan eh keine Möglichkeit, wieder zurück nach Hause zu kommen. Und wir können ja einen Deal machen. Ich schleppe euch diesen Ring in diese komischen Berge und eure Zauberabteilung überlegt sich was, um mich danach wieder in mein Land zu befördern.
Thomas G: Abgemacht.
FRUCHTALAAAAAAAAAAAAAAAAAARM!!!!!!!!!!
Daniel: Was war das?
Thomas G: Das war unser Alarmsystem. Wir haben den ganzen Elbenturm mit dem Frühwarnsignal von Frooop & Co. ausgestattet. Komm mit auf den Aussichtsturm.
Daniel (folgt dem Elbenkönig): Ein Frühwarnsignal? Aber ich habe im ganzen Turm keine elektrischen Leitungen gesehen. Woher bezieht ihr den Strom für so ein System?
Thomas G: Strom? Keine Ahnung, was du meinst. Das Frühwarnsystem läuft mit Elbenhonig. Den füllen wir einfach in den Mixer, den uns "Frooop & Co." mitgeliefert haben und durch den Handbetrieb des Mixers läuft dann das System.
Daniel: Aha. Sachen gibt´s. Aber vor was genau hat das Signal denn jetzt gewarnt?
Thomas G: Vor einer neuen Attacke des Herrschers von Mordor. Du musst wissen, früher war Mordor eine der schönsten Regionen in diesem Land. Adelige aller Rassen machten dort Urlaub. Es gab dort das klarste Wasser im ganzen Reich. Dann kamen die Orks und errichteten im Udun-Tal den "Ballerork 6". Damit fing alles an. Eines Tages tauchte dort ein mächtiges Wesen auf, das sich ganz Mordor untertan machte. Ursprünglich war es ein alter Krieger mit dem Namen Jürgen D. Aber mit der Zeit wandelte er sich immer mehr zu dem Wesen, das wir heute den "König von Mordor" nennen. Lange Zeit regierte er nur über Mordor, aber inzwischen breitet er sich über die Grenzen aus und will das ganze Land versklaven. Und dazu nutzt er u.a. hypnotisierende Zaubersprüche in Gesangsform. Und davor warnt unser Alarmsignal. Du musst wissen, wir haben echt schon alle möglichen Krisen überstanden. Aber das ist mit Abstand die schlimmste. Schlimmer als die Shopping-Panik, ausgelöst durch die Feenkönigin Paris oder die große Finanzkrise.
Daniel: Finanzkrise?
Thomas G: Ja. Damals hatten alle Wesen dieses Landes - egal ob Orks, Elben oder Zwerge - ihr Gold in Floßbau-Aktien investiert. Das Geschäft blühte, weil jeder ein Floß brauchte, um die Seen und Meere zu überqueren. Dann kamen plötzlich sechs fremde Männer aus dem Osten, die für ihre handgemachte Kunst berühmt waren und bauten sieben Brücken, über die man gehen konnte. Und plötzlich waren alle Seen und Meere zu Fuß oder mit dem Pferd überquerbar. Der Floßbau stürzte von einem Tag zum anderen in eine tiefe Krise und alle Investitionen in dieses Geschäft waren futsch.
Daniel: Alles klar.
Thomas G: Wir haben die Spitze des Aussichtsturmes erreicht. Gleich wirst du es hören können. Der Ring wird dich vor der Hypnose beschützen. Und ich als Elb bin eh
 
Online-Magazin Im Endeffekt Ausgabe 17 · © 2003 - 2009 danielwelt.de · Impressum · Printausgabe