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Lustiges & Satire 3/4
Februar 2009
Daniel of the Rings - Die Gefährten
immun dagegen. Meine spitzen Ohren reflektieren die Schwingungen des Gesangs wie ein Bumerang. Jetzt sei leise und lausche...
"Ich bin der König von Mordor,
ich bin der Prinz vom Düsterwald,
ich hab zwar keine gold'ne Krone,
doch die hol ich mir sehr bald."
Daniel: Oh mein Gott. Das klingt ja fürchterlich.
Thomas G: Ja, ich weiß. Und das war nur der Refrain. Und genau deshalb darf er nie in den Besitz des Ringes kommen. Vor dem Gesang kann man sich verstecken, aber mit Hilfe des Ringes erreicht er jedes einzelne Wesen in diesem Land.
Daniel: OK. Dann lasst uns die Reise beginnen.
Thomas G: Top, die Wette gilt...
Ende Teil 1
Pascal Wrage · Zeichnung: Susanne Schulz-Bouchir
Gerüchteküche
Daniel Küblböck eröffnet 1. OIFF
Verschärfte Kontrollen und ausufernder Kopierschutz im Internet beschneiden die kreative Entfaltung ganz gewaltig. Die oft unklare Gesetzeslage vertreibt immer mehr verängstigte Internetnutzer und viele Online-Communitys kämpfen bereits ums nackte Überleben.
Doch Sänger Daniel Küblböck lässt sich hiervon nicht beirren: Noch in diesem Jahr öffnet er die Türen zum allerersten, gänzlich internetlos betriebenen Forum. Das "1. offizielle internetlose Faniel-Forum" (1. OIFF) funktioniert ganz einfach und nur mit einem unbedeutenden Quantum an Mehrarbeit:
So wird Daniel höchstpersönlich mehrmals wöchentlich seine Fans schriftlich mit den wichtigsten News und Terminen versorgen. Auch die Kommunikation unter einander ist leicht möglich: Wer etwas zu sagen hat, braucht lediglich seinen Text einzutippen, ordnungs-gemäß mit lizenzfreien Bildchen und Smilies zu versehen, diesen ca. 600 x zu kopieren und entsprechend per Post zu versenden. Zusätzlich wird das Ganze noch in gekürzter Fassung an allen öffentlichen Plätzen ausgehangen, für die nicht-registrierten mitlesenden Besucher. Um bedenkenlose, legale Inhalte zu gewährleisten, wird das Forums-Team nicht nur die Postings an den öffentlichen Plätzen kontrollieren, sondern auch den Usern regelmäßig Besuche abstatten. Bei diesen Gelegenheiten werden dann gleich und völlig gefahrlos die aktuellsten Zeitungsartikel, TV-Termine und Gerüchte verteilt - und das spart Geld fürs Porto, welches die Teamies in Gewinnspiele, Konzertkarten u.ä. investieren. Einmal im Monat reist Daniels Fotografin mit einem Fotoalbum und einem tragbaren Videoplayer herum - so können die User auch weiterhin die schöne Fotogalerie seiner Homepage bewundern, sowie Daniels PE.tv-Beiträge anschauen. Zeit für Kopien bleibt selbstverständlich ebenfalls.
Mitglieder, die sich nicht an die Netiquette halten, müssen allerdings auch bei dieser Form der Community mit einer Sperrung oder gar Löschung rechnen, wobei bei Ersterem der Admin persönlich jenem User die Tür vernagelt, während Letzteres hier besser nicht näher beschrieben wird. Alles in allem jedoch versprechen sich Daniel, Team und Fans davon ein sehr lebhaftes, fröhliches Miteinander - langweilig wird das auf keinen Fall!
Silvia Ditten
Wer's glaubt, wird selig!
Wenn der Chef kocht
Unser Daniel ist schon ein Held, das wissen wir ja alle - ganz besonders, wenn es ums Kochen geht: Mutig stellt er sich in TV-Shows den verhassten Kochtöpfen und Messern - und schreckt selbst vor verschlossenen Milchtüten nicht zurück. Als wenn das noch nicht genug wäre: Er probiert sogar höchstpersönlich seine eigenhändig gemachten rattenscharfen Rettich-spaghetti mit Chili!
Aber wovon lebt Daniel eigentlich zu Hause? Hat er einen Privatkoch? Oder isst er nur auswärts?
Letzten Freitag haben wir uns heimlich in Daniels Küche geschlichen, als der Gute gerade außer Haus war ... zum Essen vermutlich. Unser erster neugieriger Blick fiel in den Kühlschrank: Fünf Mohrrüben, eine geköpfte Tüte Milch, eine Dose Katzenfutter und ein Stapel Mc Donalds-Gutscheine. Sonst nichts! Ach ja - an der Kühlschranktür klebte noch ein Zettel: "Sonntag, 12:00 Uhr: Dampfnudeln! Gruß Omi" Im Küchenschrank fanden wir dann ein Päckchen Nudeln, diverse Teesorten, 63 Beutel Fix-Fertiggerichte und einen eingepackten selbstgebackenen Kuchen, an dem ein weiterer Zettel klebte: "Muss bis Montag reichen. LG, dein Team."
Ja, das ist die traurige Wahrheit - mehr gibt es tatsächlich nicht in Daniels Kochstübchen. Nun ist wohl allen klar, warum der Arme so dünn geworden ist. Doch bevor die spendenfreudigen und mitleidigen Fans jetzt ihre ganzen Schränke durchwühlen, um Daniel alle möglichen Rezepte, Gummibärchen und sonstige entbehrliche Vorräte zu schicken - es nützt nichts: Daniel kann einfach nicht kochen! Ein kochender Chef ist eben noch lange kein Chefkoch. Aber singen kann er - und wie gut er das kann! Vielleicht sollte sich Daniel einmal daran versuchen, sich die Rezepte vorzusingen, wenn er wieder mal am Herd steht. Dann heißt es sicher auch bald auf der Bühne: "Ich musste lernen, um zu kochen - um dieses Mahl zu übersteh'n..." - und nicht mehr: "Entflammter Kochtopf, ach lasst mich doch sein, wie ich bin. Entflammter Kochtopf, bei mir hat das Kochen keinen Sinn....."
Bis zum nächsten Ma(h)l, Eure Silvia Selig!
Silvia Ditten
 
Online-Magazin Im Endeffekt Ausgabe 17 · © 2003 - 2009 danielwelt.de · Impressum · Printausgabe