Daniel und das fesche Dirndl…
Fortsetzung von Seite 11
Nun gab es im Saal kein Halten mehr. Das Publikum gröhlte und tobte vor Lachen. „Aus Böhmen kommt die Musik, sie ist der Schlüssel zum Glück…“ sangen die beiden live und schwangen ihre Röckchen, so dass man gar nicht anders konnte als mitzuschunkeln. Besonders Daniel schien sich prächtig zu amüsieren und lupfte das Röckchen seines Dirndls immer wieder so hoch, dass seine behaarten Beine für jedermann gut erkennbar waren.
Schwungvoll baute er sein Outfit in die Perfomance ein, so dass jede Pariser Cancan-Tänzerin blass vor Neid geworden wäre. Als Florian sich zur Seite drehte und passend zur Musik einen Marschschritt anstimmte, „vertanzte“ sich Daniel leicht, ehe er in Florians Rhythmus eingestimmt hatte.
|
Die alles andere als synchrone Tanzeinlage brachte das Publikum nur noch mehr zum Lachen und dieses steigerte sich noch, als Florian schließlich mit steifem Gipsbein, wie ein Zinnsoldat voran marschierte, während Daniel melodisch und mit wippenden blonden Löckchen hinterher tänzelte.
Als das Lied beendet war, riss der Applaus des begeisterten Publikums nicht ab. Es war offensichtlich: diese Showeinlage war das Highlight des Abends gewesen. Im Anschluss daran lieferten sich Florian und Daniel noch einen lustigen verbalen Schlagabtausch, in dem Daniel Florian um seinen vermeintlich größeren falschen Busen beneidete, beide Jungs den entsprechenden Fühltest machten und Daniel noch einmal seine ganz undamenhaft behaarten Beine dem johlenden Publikum präsentierte.
Spätestens als beim Abschlussbild Daniel, nun wieder in schicker männlicher Kleidung, gemeinsam mit den anderen Showgästen große Bälle fröhlich in die Zuschauerränge stippte und man sah, dass einige der Stars immer wieder Blickkontakt zu Daniel und seine Nähe suchten, war uns klar: der Abend hatte sich gelohnt.
Für uns und für Daniel, der sicher wieder einige neutrale Zuschauer, aber auch seine Kollegen von seinem Entertainmenttalent überzeugen konnte. Alles in allem war es ein unvergesslicher Abend, den wir noch lange in Erinnerung behalten werden…noch viel länger, als das Böhmenlied, welches man zwangsläufig tagelang nicht mehr aus dem Ohr bekam, aber echte Danianer kennen ja bekanntlich keinen Schmerz.
Jaqueline Seifert in Zusammenarbeit mit Annett Koht
Fotos: Annett Koht
|
Ein neuer Termin von Daniel wurde bekannt. Diesmal jedoch handelte es sich nicht um ein Konzert oder einen TV-Auftritt. Nein, diesmal fand der Termin ganz woanders statt. Und zwar im Turmzimmer der Friedenskirche in Nürnberg.
Pfarrer Dr. Ekkehard Wohlleben hatte auch in diesem Jahr zum nunmehr fünften Male zu dem, bei den Nürnbergern inzwischen sehr beliebten „Talk im Turm“ eingeladen.
Thema diesmal war „Castingshows- Der Wunsch nach mehr“.
Neben Daniel Küblböck, Teilnehmer der ersten Castingshow-Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“, hatte Pfarrer Wohlleben noch zwei weitere Talkgäste eingeladen.
Zum einen war dies Frau Sabine Schiffer (Leiterin des Institutes für Medienverantwortung, Erlangen) und Herr Uli Geissler (Kulturarbeiter im Amt für ev. Jugendarbeit).
m Publikum waren viele Daniel-Fans, die extra für diesen Abend bundesweit angereist waren, zu finden.
Aber auch interessierte Nürnberger kamen in den Kirchturm. Es wurden einfach noch ein paar Stühle hinzu gestellt und so fand in der gemütlichen Runde ein jeder seinen Platz.
In den gut zwei Stunden Talk beleuchteten die geladenen Talkgäste das Für und Wider der zur Zeit sehr angesagten Castingsshows. |
Daniel erzählte, dass dieses Konzept seine große Chance war, um auf die Bühne gehen zu können und somit bekannt zu werden. Im Rückblick würde er nicht alles wieder so machen, wie es die letzten fünf Jahre in seiner Karriere verlaufen ist. Aber die Chance zum Einstieg in die Musikbranche würde er jederzeit wieder nutzen.
Nach gut einer Stunde Talk wurde eine kurze Pause gemacht. Danach bekam das Publikum die Gelegenheit, den Talkgästen Fragen zu stellen. Mitunter kamen sehr kritische Fragen von jüngeren Anwesenden, die ja vor allem das Alter der Zielgruppe von Castingshows widerspiegelten.
Am Ende war das Fazit an diesem Talkabend, dass Castingshows eine sehr große Chance als Einstieg in die Musikbranche bieten können. Wichtig jedoch ist, dass der Teilnehmer ein starkes Umfeld wie Familie, Freunde und Bekannte um sich hat, die auch ein Auge darauf haben, dass der Castingteilnehmer nicht „verheizt“ wird, und bei eventuellem frühzeitigen Scheitern als Stütze für ihn da sind.
Daniel hat dies inzwischen erkannt. Er hatte immer Menschen um sich, die ihm Halt gaben und immer noch geben. Und durch seine eigene Kraft, seine Arbeit und die Liebe zur Musik ist Daniel auf dem besten Weg zum ganz großen Erfolg.
Er hat seine Chance genutzt ...
|