Die Menschheit hoch in den Lüften
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ärztlicher Aufsicht verabreicht werden dürfen. Menschen, die unter leichter Flugangst leiden, lenken sich bevorzugt mit einem Buch oder Gesprächen ab, um den Flug psychisch heil zu überstehen.
Daniel zählt höchstwahrscheinlich zu dieser Sorte. Wenn man sich seine Kolumne aufmerksam durchliest, hat man zumindest dieses Gefühl. Zum Glück war er ja nicht alleine auf Mallorca. Ein Teil seiner Belegschaft und seine neue Liebe waren dabei. Da dürfte er während des Hin- und Rückflugs ausreichend seelische und moralische Unterstützung bekommen haben. Von einigen Fans habe ich gehört, dass sie beim Lesen der Kolumne sehr besorgt waren und Angst um Daniel hatten, das kann ich gut nachvollziehen. Denn er hat sehr emotional und rührend über dieses Thema geschrieben. Seine Worte darin regen zum Nachdenken an.
Bis dahin war der Begriff "Flugangst" für mich persönlich zwar eine Bezeichnung, die ich schon öfters gehört hatte und ein Thema, das nie spurlos an mir vorübergegangen ist, aber seit dieser bestimmten Danielkolumne denke ich auch viel über den philosophischen Aspekt nach. Damals im Griechischunterricht war ich wohl noch etwas zu "jugendlich veranlagt", um gründlicher über die Geschichte von Dädalus und Ikarus zu sinnieren, heute
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ist das anders und Daniels Kolumne motiviert mich zusätzlich, mich intensiv mit Ikarus' traurigem Schicksal zu befassen und dessen Bedeutung innerlich nachzuspüren.
Ikarus war jung und voller Träume, er hat sich von seiner Leidenschaft zu sehr mitreißen lassen und den Verstand von einem auf dem anderen Moment vollkommen ausgeschaltet. Er hat sich von seinem Gefühl treiben lassen... eventuell hat er sogar geglaubt, der Natur trotzen zu können. Vielleicht wollte er aber auch einfach nur im Himmel landen und dort den Luxus grenzenloser Freiheit genießen. Ikarus' Tod zeigt mir, wie gefährlich es sein kann, wenn man zu sehr abhebt und dabei größenwahnsinnig wird.
Die Natur hat gewisse Dinge klar eingerichtet und die sollte man auch nicht verändern. Zwar spricht generell nichts dagegen zu fliegen, doch es kann andererseits genauso wenig schaden, bei all dem Wunder Technik nie den Respekt vor der Natur und den Mächten, die größer sind, als wir, zu verlieren...
Franz Grulich
Quellen: Hessischer Rundfunk,
Daniels Kolumne aus "Die Aktuelle"
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Wir, der Verein „kleine Schritte tun e.V.“ , engagieren uns für mukoviszidosekranke Kinder. Mukoviszidose ist eine vererbbare Stoffwechselerkrankung, bei der alle Schleim produzierenden Drüsen im Körper fehlerhaft arbeiten und einen zähen klebrigen Schleim produzieren, der nach und nach die inneren Organe verstopft.
Im Bereich des Magens und der Bauchspeicheldrüse kann dies noch relativ gut mit Medikamenten behandelt werden. Doch ist erst einmal die Lunge betroffen, geht es den Patienten immer schlechter.
Oft setzen sich Keime in den kranken Lungen der Kinder fest und erschweren das Leben zusätzlich. Lungenentzündungen und letztlich der Erstickungstod sind die unabdingbaren Folgen.
Der Verein „kleine Schritte tun e.V.“ hilft durch die Arbeit ehrenamtlich tätiger Menschen direkt bei den von der Krankheit betroffenen Familien. Durch die Finanzierung von Vitaminen, Therapiegeräten, Krankenfahrten und Alternativ- Therapien, wie z.B. eine Bienenluftkur hilft der Verein genau dort, wo die Hilfe benötigt wird.
Zudem bietet der Verein im Zwei- Jahres- Rhythmus eine Familienfreizeit an, die den Familien die Möglichkeit gibt zur Erholung, zum Austausch mit anderen Betroffenen, aber auch zu einigen unbeschwerten Tagen, in denen die Krankheit nicht im Vordergrund steht. Die Freizeit ist in erster Linie für Familien gedacht, die finanzielle Nöte und Sorgen haben und sich einen solchen Aufenthalt sonst nicht leisten könnten.
Zur Finanzierung der Freizeit im Jahr 2009 werden
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ca. 13.000 € benötigt, die ausschließlich durch Spenden, Veranstaltungen und durch das neu erschienene Promikochbuch finanziert werden.
Am Promikochbuch haben sich viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens beteiligt. Dieses Kochbuch bietet eine Fülle von tollen Rezepten, die die Individualität der einzelnen Persönlichkeiten widerspiegeln und zum Nachkochen animieren.
Wir hoffen darauf, dass viele Leute unser Rezeptbuch kaufen werden und somit sich selbst eine Freude bereiten und gleichzeitig den Kindern helfen.
Nähere Infos zu unserer Arbeit und unseren Projekten finden Sie unter www.kleine-schritte-tun.de.
Wir möchten hier einen kleinen Überblick darüber geben, wer unsere Hilfe bekommt, wie wir helfen und warum es speziell für diese Kinder und ihre Familien wichtig ist, sie aus dem von der Krankheit bestimmten Alltag heraus zu holen.
Durch die Teilnahme an unserer Freizeit im Hochgebirge konnte schon bei einigen Kindern ein langfristiger Erfolg erzielt werden. Der 14-jährige Markus zum Beispiel konnte zu Hause kaum mehr wenige hundert Meter mit dem Fahrrad zurücklegen. Nach vier Tagen im Zillertal beteiligte er sich an einer achtstündigen Wanderung und schaffte den Gipfel der „Ahornspitze“, was er sich so sehr gewünscht hatte. Jannik konnte viel später mit der Einnahme von Antibiotikum beginnen als sonst. Muss er sonst bereits ab Ende September diese Medikamente einnehmen, reichte es ihm in den Jahren
Fortsetzung
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