Daniel Küblböck im Interview
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viele, die mich ansprechen, die jetzt nicht unbedingt Fans sind, „na ja, ich hab mal auf deine Homepage geguckt und die Bilder find ich ganz toll“… momentan ist das so’ne Kettenreaktion. Ich bin auch am Überlegen, vielleicht wirklich irgendwann mal ins Ausland zu gehen und dort zu wohnen. Man ist ja mit dem Flieger schnell in Deutschland… aber manchmal nervt’s einfach: Es ist irgendwo schön, dass man weiß, die Leute erkennen einen, aber andererseits ist es schon auch so’n bissl ein Fluch, weil man, egal wo man an der Kasse steht, da wird geguckt, wie man die Geldbörse aufmacht und wenn da mal ’n Cent runterfliegt, dann wird gleich gesagt „Dem Daniel ist ein Cent runter gefallen”. Die Geister, die man rief, heißt es ja so schön… Vielleicht werd ich irgendwann mal irgendwo, was in der Nähe liegt, oder so... wo ich einfach sag, da kann ich wenigstens hin, wenn ich keine Konzerte hab oder mal für mich allein sein will - das ist für mich in Deutschland schon schwer.
IE: Auf deiner HP hast du gerade angekündigt, dass es in dem Konzert in Landshut am 6.3.2010 statt des ursprünglich geplanten Gospel-Programms doch das „normale“ Programm bzw. das Unplugged-Best of von Köln geben wird. Wirst du das Gospel-Programm nochmal nachholen?
Daniel: Also ich wollte da jetzt auch nicht so mit Gospel-Chor oder so, sondern ich wollte einfach nur ein paar Gospel-Lieder singen, habe jetzt auch zwei, drei trotzdem noch im Programm, die ich dann singen werde in Landshut, aber es hat einfach zeitmäßig nicht funktioniert. Ich hab momentan soviel zu tun, ich hab gar nicht die Möglichkeit gehabt, mit der Band das jetzt einzuüben und hab ich gesagt... viele haben mich gefragt, ob ich nochmal dieses „Best of“ wie in Köln mache, bzw. diese „Jazz-Night unplugged“ und ich hab dann gesagt, dann nehmen wir einfach das Programm. Ich hab das Gefühl… wenn ich ehrlich bin, wir haben schon so viele E-Mail bekommen seit gestern: „Ach toll, dass wir das noch mal hören dürfen, was du in Köln gesungen hast”, dass es jetzt gar nicht so schlimm war. Aber ich möchte ja irgendwann mal so ein richtiges Gospel-Konzert, also mit wirklich richtigem Gospel-Chor, aber das ist ja ein Aufwand, die ganzen Lieder da für 20 Leute umzuschreiben, das muss ja alles neu arrangiert werden. Da kostet ja ein Lied allein irgendwas 300,00 € oder so Arrangement wenn man allein nur ein Lied umtextet für die Leute. Und wenn man da 20 Lieder hat - 20 x 300 Euro - da kommt einiges zusammen und das ist einfach schweineteuer. Aber ich will das irgendwann mal wirklich machen mit so’nem richtigen Gospel-Chor.
IE: Das war jetzt schon mal ein Zukunfts-Ziel… meine letzte Frage an dich wäre: Was sind deine persönlichen Wünsche/Ziele für das Jahr 2010?
Daniel: Ja, dieses Jahr kann ich das auf keinen Fall schaffen… vielleicht passt das ja irgendwann auch mal eher in die Weihnachtszeit oder so… das würd ich dann auch glaub ich besser finden… Ja, und für dieses Jahr, wenn dann im September erst mal die Deutsch-Tour richtig losgeht… Ich bin ja echt gespannt… ich kann mir vorstellen, dass das echt auch den Zeitgeist der Fans
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treffen wird… Meine persönlichen Wünsche... also ich hoffe, dass auch wirklich 2010 alles klappt, wie ich mir das vorstell' und das wirklich auch der Bodenmais-Song… da bin ich auch mal gespannt, wie der die Runden zieht, ich hoffe ja nicht, dass das ein Oktoberfest-Hit wird, nicht dass ich da auch noch hin muss… (lacht), aber es ist halt irgendwie so, ich glaube halt einfach, dieses Jahr wird noch soviel kommen und soviel passieren. Ich werde jetzt auch im März ein paar Tage in die Türkei fliegen, weil ich da mit dieser Künstler-Agentur meine neuen Deutsch-Songs proben werde, die haben mir das angeboten, das ist dann so ein Workshop dann richtig mit Trainer und so, und da wird das dann richtig gut einstudiert… da wird dann auch der Marco Breitenstein mitfliegen, so 'ne kleine Crew, wo wir dort richtig pauken werden.
Ich will ja auch zu den deutschen Songs ein bisschen Entertainment-Programm machen, wo es so’n bisschen darum geht, dass ich so'n bissl die Entstehung der Menschheit erkläre und das ist eigentlich auch ganz witzig - und das eben auch noch mit den deutschen Songs... Das ist halt ein richtig großes Projekt, was da auf mich zu kommt, weil wir das auch übers Fernsehen vermarkten wollen und ich glaube, dass da einfach soviel Zeit auch verlangt wird, dass ich dieses Jahr wirklich nur einen Wunsch habe: das alles super hinzubekommen und dass ich da auch wirklich dann am Ende des Jahres auch sagen kann: Das neue Jahrzehnt hat super gestartet. Ja, ich bin einfach auch wirklich total gespannt, wo das noch hingeht... ich kann’s auch gar nicht sagen, ich weiß es nicht… aber ich glaube, es geht noch ganz weit Und jetzt sind rund 8 Jahre rum, wo ich das erste Mal auf der Mattscheibe war, also 2002 war das ja und ich hab das Gefühl, es nimmt kein Ende!
Das geht weiter, das geht Schritt für Schritt weiter und alle kennen ja nun noch mich und den Namen und da weiß man gar nicht wo das hingeht… Also, ich kann da jetzt irgendwie auch gar nicht in die Zukunft blicken… das ist so unberechenbar - es sind so viele Projekte auf mich zugekommen, wo ich auch nicht gedacht hätte, dass ich das jetzt noch mache. Vor allem, das ist natürlich ne große Nummer mit ner Agentur, die auch Twilight vermarktet hat, die machen auch dieses Jahr Kid Rock und so… die Vermarktung… das ist natürlich schon nochmal ne ganz andere Nummer. Das ist 'ne riesen Marketingstrategie und da reinzurutschen - da ist schon viel passiert.
IE: Klasse! Da kann man wirklich nur Glückwunsch sagen und dass alles, was du dir für 2010 vorgenommen hast, auch so eintrifft. Ich bedanke mich nochmal im Namen des gesamten IE-Teams, dass du dir heute – trotz Terminstress und deiner Erkältung - noch die Zeit für uns genommen hast.
Daniel: Danke schön! Sag ganz viele Grüße! Wann kommt die „Im Endeffekt“ raus?
IE: Online so schnell wie möglich, die Print etwa Ende März…
Daniel: Das ist doch ne super Zeit. Das ist doch toll. Dann freu ich mich schon auf das Exemplar!
Das Telefoninterview führte Sandra Janke am 17.2.10 .
Foto: Peter Bischoff
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